troubled waters ist eine partizipative Performance über Wasser, Erinnerung und Gemeinschaft.
In Anlehnung an das christliche Taufritual lädt Susanna Melem Besucher:innen ein, sich auf den Namen eines verschwundenen oder bedrohten Gewässers taufen zu lassen. Mit Wasser werden Hände, Füße oder Stirn benetzt, während jedem Menschen ein neuer Name übertragen wird – der Name eines Sees, Flusses oder Gletschers, dessen Existenz durch die Klimakrise bereits verloren ging oder heute akut bedroht ist.
Jede getaufte Person erhält einen handschriftlichen Taufschein mit der Geschichte ihres neuen Namens. So entsteht für die Dauer der Performance eine Gemeinschaft, die die Erinnerung an bedrohte Gewässer weiterträgt.
Zwischen Ritual, poetischer Geste und ökologischem Gedenken fragt troubled waters, welche Namen wir bewahren und welche Geschichten wir gemeinsam weitertragen.